DSGVO 2018: Spam-Kommentare mit WordPress filtern

Spam-Kommentare in WordPress nach DSGVO filtern

Mit der neuen DSGVO kommen ab dem 25. Mai 2018 einige Änderungen auf Unternehmen und Webseitenbetrieber zu. Auch bei WordPress muss einiges beachtet werden. Beim Filtern nach Spam-Kommentaren kann auch einiges schief gehen. Lapps zeigt wie es richtig geht.

Warum betrifft die DSGVO den Spamfilter von WordPress?

Explizit geht es um das Plugin “Akismet Anti-Spam”, welches von Haus aus in jeder WordPress-Installation vorhanden ist. An sich eine gute Sache: Es filtert alle im Blog abgegeben Kommentare und prüft, ob diese als Spam-Kommentare einzustufen sind. Sie als Blog-Betreiber können den Kommentar prüfen und dann entweder löschen oder freischalten.

Das Problem bei diesem Plugin ist jedoch, dass zur Prüfung die IP-Adresse und der Kommentartext an externe Server gesendet werden. Dies ist auch ohne die DSGVO schon ein Datenschutzverstoß – jetzt aber erst recht!

Bevor es weitergeht – nehmen Sie sich auch Zeit weitere Artikel zur DSGVO zu lesen:
Das müssen Sie als Webseitenbetreiber zur neuen DSGVO wirklich wissen
Cookie-Hinweis in WordPress einbinden

Wie muss ich handeln?

Als erstes muss geprüft werden, ob das Plugin überhaupt in Benutzung ist. Also erstmal bei WordPress einloggen. In der Seitenleiste wird der Punkt “Plugins” und dann “Installierte Plugins” aufgerufen. In der Übersicht werden nun alle Plugins aufgelistet, die Sie installiert haben. Jetzt gibt es zwei mögliche Szenarien:

Das Plugin ist installiert, aber nicht aktiv (Unter dem Plugin steht “Aktivieren”):
In diesem Fall müssten Sie theoretisch gar nichts weiter unternehmen. Da aber jedes Plugin, welches installiert ist, aber nicht genutzt wird nur unnötig Ressourcen verschwendet, sollte es direkt mit Löschen entfernt werden.

Das Plugin ist installiert und wird aktiv genutzt (Unter dem Plugin steht “Deaktivieren”):
Nun muss reagiert werden! Als erstes wird das Plugin mit Deaktivieren auf die Ersatzbank gesetzt. Somit werden die Kommentartexte und IPs nicht mehr an externe Server übertragen und Sie begehen keinen Verstoß gegen den Datenschutz mehr. Nach dem Deaktivieren kann das Plugin direkt mit Löschen entfernt werden.

DSGVO: Spam-Kommentare mit WordPress filtern

Welche Alternativen habe ich gegen Spam-Kommentare?

Eine Alternative ist das Plugin Antispam-Bee, welches von Umfang sehr gut mit Akismet mithalten kann.

Unter anderem bietet die fleißige Biene folgende Funktionen:

  • Lokale Spamdatenbank
  • Spamstatistik
  • E-Mail Benachrichtung

Jedoch müssen bei der Verwendung dieses Plugins ebenfalls ein paar Feinheiten beachtet werden. Folgende drei Einstellung müssen deaktiviert werden, damit nicht gegen die Datenschutzrichtlinien verstoßen wird:

  • Öffentliche Spamdatenbank berücksichtigen
  • Kommentare nur in einer bestimmten Sprache zulassen
  • Kommentare aus bestimmten Ländern blockieren

Für diese Funktionen übermitteln Sie nämlich wieder Daten an externe Server (Spamdatenbank) oder lassen IP-Adressen analysieren (bestimmte Sprache, bestimmte Länder).

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